Peinlichste Sünde

Ich habe mich schon immer für Physik und Mechanik interessiert und so kam es dazu, dass ich mir im baumarkt schlösser gekauft habe und versucht habe sie zu knacken, bis ich irgendwann recht zuverlässig eine vielzahl von schlössern öffnen konnte.

Eines Tages in den Sommerferien meines 13. Lebensjahres war einem Kumpel und mir langweilig und so brachen wir durch die sehr schlecht gesicherte Seitentür unserer Sporthalle der Schule ein.

Es macht großen Spaß eine komplette Sporthalle und dessen Inhalte alleine für sich und zur vollen Verfügung zu haben. 

Nach einem Tag voller Spiel und Spaß wuchs unser Übermut über unsere köpfe hinaus und - wie es in jungen Jahren beim männlichen Geschlecht oft der Fall war - endete es im Destruktiven.

Auf der Suche nach der geeigneten Sache zum Scheisse bauen, führte uns der weg ins Damenklo, wo ich unser Motiv nur all zu wörtlich nahm... und gott weiß warum ( denn ich weiß es nicht ) ...ich kackte ins Waschbecken der Damentoilette.

Mein Kumpel hingegen begnügte sich mit handelsüblicher Sachbeschädigung im geringen Maße.

Anschließend entwendeten wir ein Mattenwagen ( im Grunde war es sowas wie ein Einkaufswagen aus dem Baumarkt, also ohne Korb ) und fuhren damit auf dem Schulgelände herum.

Plötzlich kam uns der Hausmeister entgegen - bis dato wussten wir nicht, dass der Hausmeister auf dem Schulgelände wohnt - und fragte uns sogleich, was wir hier machen und woher wir den Wagen haben. Wir antworteten knapp, dass der hier rum stand und wir nur spielen.

Die Antwort stellte ihn zufrieden und er ermahnte uns zu verschwinden. 

Nach den Sommerferien, als ich dem Hausmeister erneut in der Schule über den Weg lief, erkannte er mich sofort, nahm mich bei Seite und meinte zu mir, er wisse ganz genau, dass wir es waren die in die Sporthalle eingebrochen waren. Wir hätten keinerlei ärger oder Konsequenzen zu erwarten - ich sollte ihm nur 2 Fragen beantworten: Wie wir in die Halle gekommen sind und wer mein Kumpel war. ( Scheinbar erinnerte er sich gut an mich aber wusste nicht mehr wie mein Kumpel aussah )

Ich glaube damals wusste ich noch nicht, dass es eine beliebte Methode des Verhörs ist, Straffreiheit zu versprechen und erst alle Informationen heraus zu locken bevor man dann den Schuldigen Verurteilt und bestraft...von daher wird es wohl Instinkt gewesen sein, denn ich erklärte ihm, ich wisse nicht wovon er redet, ich sei den ganzen Sommer über in Amerika gewesen und er müsse mich wohl verwechselt haben.

Natürlich hat er mir das nicht geglaubt und weiter nach gebohrt, aber ich blieb eisern bei meiner Geschichte und so blieb ihm nichts anderes übrig als mich gehen zu lassen.

23.3.10 16:20
 


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